Wandlungsfähigkeit des Zeitgeistes

In der Gesellschaft macht sich breit,
ein Glaube an die Wandlungsfähigkeit.

Kommt sie nicht von ganz allein,
muss es halt mit Nachdruck sein.

Von allen Seiten tönt es laut,
der Staat hat sich zu viel Macht erlaubt.

Es wird gefordert Privatisierung seie recht,
wo der Staat handelt ist es schlecht.

Die Strukturen, Gesetze, seien zu reformieren,
damit unternehmerische Fähigkeiten ungehindert funktionieren.

Eine Agenda wird schnell gründlich vorgenommen,
der ‚Kleinen Mann‘ hat Zeitarbeit oder Grundsicherung bekommen.

Währenddessen können Investoren handeln wie ´s gefällt,
schreiben sie doch gerne mit bei den Gesetzen dieser Welt.

Mit dem Kapital ausgestattet werden Banken,
die dieses für schnelle Kredite verwanden.

In Derivaten oder Zertifikaten gut verpackt muss das Ausfallrisiko rein,
denn eine hohe Eigenkapitalrendite soll das Ziel des Handelns sein.

Über Ländergrenzen hinweg weit gestreut,
tragen das Risiko jetzt andere Leut´.

Es kommt immer wie es kommen muss,
denn an das Finanzsystem dachte keiner zum Schluss.

Beginnt es zu wackeln und gerät aus den Fugen,
fangen sie an nach dem Staat zu rufen.

Jetzt soll der Staat das Finanzsystem wieder richten,
das einige durch den Blick auf Kurzfristigkeit fasst vernichten.

Jetzt dürfen auch weltweit neue Regeln her,
aber keine einschränkenden oder verbietende, bitte sehr.

Bei Sozialismus denkt so mancher an einen Staatsbankrott,
nur mit der ’sozialen‘ Marktwirtschaft kann es weitergehen im gleichen Trott.

Zum Schluss fragt sich so mancher dann,
kommt der erforderliche und notwendige Wandel auch bei allen an?

Rettung naht oder Einsicht kommt?

Da läuft der Fernseher und es wird über die momentane Finanzklemme der Banken berichtet, natürlich hören alle gespannt hin. Selbst die Jugendlichen, welche nicht unbedingt als politisch oder wirtschaftlich hoch interessiert angesehen werden.

Kommentar von Jugendlichen: „Der Kapitalismus ist am Ende. Er hat den Sozialismus nur ein wenig länger überlebt!“
Darauf der Hinweis eines Erwachsenen: „Wie wäre es mit Marktwirtschaft, verfeinert mit dem Sahnehäubchen Sozialismus! So etwas könnte dann ‚Spezial-Soziale-Marktwirtschaft‘ heißen!“
(Spezial-Soziale-Marktwirtschaft: Das Geld hat dem Menschen zu dienen! Nicht der Mensch muss dem Geld dienen!)

Da schreien zunächst erst einmal alle Politiker und Banker auf, wenn der Kapitalismus an die sogenannte ‚kurze Leine‘ genommen werden soll.

Nur, wenn die Banker, die das Haus namens Finanzsystem angezündet haben, dieses so wie sich selbst noch retten möchten, dann schreien sie auch hier in Deutschland nach der Feuerwehr namens Bundesregierung!
Panikartiges Fluchtverhalten hilft nicht mehr, wenn die Flammen an allen Notausgängen lodern!
Wohin nun? Ab in die Mitte des Hauses? Zu spät wohl – denn jetzt geht es direkt auf den Grabbeltisch.

Darauf scheinen wohl einige nur gewartet zu haben, denn die Hedgefonds shorten, bis der Arzt kommt.
Ob ihnen der Arzt noch helfen kann? Bekanntlich vertraut man darauf, dass ein Arzt bei Erkrankung eben ein Rezept ausstellt. Am besten ein Pillen-Coctail ohne Nebenwirkungen wird gewünscht. Vielleicht ist es besser zusätzlich noch einen Pfarrer oder Pastor um göttlichen Beistand zu bitten, damit dann die Gesundbetung etwas leichter fällt, sobald wieder neue Berichte zur Veröffentlichung bereitgestellt werden müssen.

In den USA haben sie nun den Rettungsplan beschlossen. Jetzt heißt es für die Banken auf der anderen Seite des großen Teiches: Die Rettung kommt – die Kurse fallen.

Hier könnte man treffend Gorbatschows Warnung als Zitat bringen, welches lautet:

„Ich glaube, Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren.“

bekannter jedoch als:

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Hier gibt es zur Erklärung des Begriffes „Geld“ und dem wirtschaftlichen Einfluss ein Google-Video (leider nur mit englischem Text und englischer Sprache, doch die Bilder sind teilweise selbsterklärend)Update: Hier ist der gleiche Film mit deutschen Untertiteln

Wie im „Wilden Westen“?

Man könnte sich an die Geschichten von Karl May, welche im „Wilden Westen“ spielen, erinnert fühlen, wenn man einige Schlagzeilen oder Berichte im bunten Informations-Dschungel liest.

Da liest man in Spiegel-Online:

Großes Palaver der Stammesältesten im Talkshow-Tipi

und weiter daraus:

Es war ein wenig wie im Gemeinschaftstipi wilder Western, wo Stammesälteste beim abendlichen Palaver erzählen, dass Manitu die Büffel sendet, wenn der Mond zum dritten Mal die Nacht durchläuft.

Wenn Manitu den Menschen die Idee einflüstert, ihr Geld in Sicherheit zu bringen, dann könnte man der Kolumne von Raimund Brichta in der Telebörse folgen, die da heißt:

WaMu ist überall.

Falls jemand sich auf andere Weise bei einer Bank bedienen möchte, ergibt sich folgendes Bild, wie Tobias Bayer in der Financial Times schreibt:

Unternehmen ziehen den „Revolver“.

Bringen diese Handlungen noch keinen Erfolg, bleibt immer noch die Suche nach den Nuggets in den Bergen. Als Folge könnte sich ein Szenario einstellen, wie Anne Seith in Spiegel-Online schreibt:

Ausnahmezustand auf dem Goldmarkt

und weiter heißt es dort:

Kleinsparer im Goldrausch.

Und weiter ist dort zu lesen:

Dabei wird alles gekauft was glänzt – Münzen, wie der Krügerrand, der American Eagle, der Maple Leaf oder der Philharmoniker, aber auch Goldbarren in allen Größen und Gewichten.

Um die Ordnung wieder herzustellen, wäre eine Möglichkeit, wie der WDR schreibt,

„Säbelrasseln aus Brüssel“.

Würde dieses alleine nicht ausreichen, gibt es auf Spiegel-Online im Bericht von Michael Kröger das Zitat von Dominique Strauss-Kahn:

„Die Europäer müssen sich jetzt auch einen Schlachtplan ausdenken“

Diesen hat sich eine Squaw für den Notfall schon ausgedacht, wie Epoch Times online titelt, sogar entschieden vom

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