Verantwortungsloses und Verantwortung abschiebendes Verhalten mit Gefährdungspotential des Lebens

Wieder einmal halte ich es für notwendig meine Webseite als Informationsquelle für alle interessierten Leser zu nutzen.

Heute sollte es nach meiner Auffassung fast undenkbar sein, dass Apotheker sich einfach über eine ärztliche Verordnung eines bestimmten Medikamentes eines Herstellers hinwegsetzen und von sich aus ein alternatives Präparat anbieten, welches sie gerade vorrätig haben.
Aus dem Contergan-Skandal scheint niemand der verantwortungtragenden Leute eine Lehre ziehen zu wollen. Lieber nutzen sie die gleichen Mechanismen – ich bin nicht verantwortlich. Sie schieben die Verantwortung dann gerne auf den Patienten ab.

Sehr oft habe ich schon Politikern versucht klar zu machen, dass ein Präparat mit einem Wirkstoff eines Herstellers nicht das Gleiche ist wie von einem anderen. Die Unterschiede sind in den Zusammenmischungen verschieden! Diese wirken aber auf jeden Patienten anders und führen dann auch schon mal zu den fürchterlichsten Nebenwirkungen mit lebensbedrohenden Situationen.
Genau diese Situation hat sich hier heute ergeben.

In der Apotheke war das verordnete Medikament nicht vorrätig und man war zu faul es zu bestellen. Dafür lag ein Medikament eines anderen Herstellers mit dem gleichen Wirkstoff, aber anderen Zutaten in der Schublade.
Dieses wurde dem Kunden angeboten mit dem Hinweis es sei ja der gleiche Wirkstoff und er könnte es anstelle des verordneten Medikamentes einnehmen. Ob er es denn wolle, wurde noch gefragt, damit man die Verantwortung los wird.
Für mich ein kriminelles Verhalten, dass bewusst den Straftatbestand einer Körperverletzung in Kauf nimmt!

Wie sich nach der Einnahme der ersten Tablette zeigte! Eine halbe Stunde später war eine Notfallbehandlung erforderlich, weil ein allergischer Schockzustand ausgelöst wurde!

Ich hoffe, dass sich alle an diesem Zustand des Gesundheitssystems Beteiligten mal ihrer Verantwortung bewusst werden und dabei nicht als Lobbyisten (Korupption nicht ausgeschlossen in meinen Augen) handeln, sondern der Tatsache verpflichtet fühlen, wie hilft man dem erkrankten Menschen am besten.

Ich kenne nun zwei weitere Medikamentengruppen in denen man mehr als vorsichtig sein muss: Schmerzmittel und Antibiotika!
Was ein Schlafmittel anrichten kann ist unter der Rubrik „Contergan“ nachzulesen.

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