Ausstellungserfahrungen aus der Sicht einer Anfängerin

Das 4. Internationale Spur Z Weekend in Altenbeken ist vorbei.
Nun möchte ich die Gelegenheit nutzen über meine Eindrücke und Erfahrungen zu berichten.

Für dieses Ausstellungswochenende hatte ich die kleinen Anlagen Winter, Heide und Herbst vorbereitet sowie zwei Module bei der großen US-Anlage unseres Z-Stammtisches Springe.

Es begann am Freitag Nachmittag mit dem Aufbau in der Eggelandhalle in Altenbeken. Dank guter Organisation und fleißigen Helfern vor Ort kamen alle kleinen Anlagen und die Modulteile sowie die vollen Körbe mit den Trafos und weiteren Zubehörteilen aus dem Auto an unseren Platz in der Halle.
Dort konnte ich dann in Ruhe das Platzieren sowie den Anschluss der Stromversorgung vornehmen.
Nach dem Aufbau klang dieser Abend mit einer gemütlichen Runde aus und wir machten uns auf den Heimweg.

Am Samstag Morgen begann die Ausstellung um 10.00 Uhr. Nach unserer frühzeitigen Ankunft blieb so genügend Zeit, um die kleinen Züge auf den Anlagen aufzustellen und einen Probelauf für den reibungslosen Betrieb vorzunehmen. Die Schienen noch einmal putzen und die Loks auf Betriebstemperatur bringen, damit sie ihre Runden in recht gemütlicher Fahrt drehen konnten.
Wie es sich jedoch zeigte, entgleiste immer an derselben Stelle auf der Winteranlage ein Wagen. Bei genauen Betrachten viel auf, dass mit der Schiene etwas geschehen war. Sie hatte sich verzogen. Mit Unterstützung durch meinen Mann war dieses Problem schnell beseitigt und kein Wagen entgleiste mehr.
Nach der Öffnung der Ausstellung füllte sich die Halle mit Besuchern. Viele kamen vorbei schauten sich alles an und fotografierten.
Ich habe nicht mitgezählt wie oft und aus welchen Blickwinkeln es da blitze.
Dass die kleinen Anlagen bei Besuchern aus der Schweiz und Italien soviel Interesse weckten, dass sie sich über den Aufbau und die Steuerung informierten, überraschte mich total. Schließlich sind sie doch recht einfach aufgebaut.
Auch die US-Anlage unseres Stammtisches fand Aufmerksamkeit bei vielen Besuchern.
Von der Firma Märklin war ein Kamera-Team den ganzen Tag über anwesend filmte und führte Interviews. Auf das daraus entstehende Video bin ich gespannt.
Nach Schließung der Ausstellung um 18 Uhr endete dieser Tag für die Aussteller und ZFI-Freunde mit einem gemütlichen Abend in froher Runde im Hotel Schwallenhof in Bad Driburg.

Dann kam auch schon der Sonntag und es gab eine Abfrage an unseren Z-Stammtisch, ob wir nicht im Oktober an einer Ausstellung in einer Schule teilnehmen möchten. Damit hatte ich nicht gerechnet, gleich zu einer weiteren Ausstellung gebeten zu werden.
Eine Weiche auf dem US-Modul bereitete immer mehr Probleme. Beim Probefahren zu Hause war es nur die Alaska-Lok, welche nur mit Schwierigkeiten darüber fuhr. Doch während des Dauerbetriebes auf der Ausstellung wurde es immer schwieriger, dass eine Lok sie einmal ohne fast stehen oder hängen zu bleiben überfahren konnte. Allerdings gab es auch nur eine Stromeinspeisung an der gesamten langen Anlage und die Geschwindigkeit der digitalisierten Loks war sehr gedrosselt.
An diesem Tag nahm ich mir einmal etwas mehr Zeit, um selbst die vielen Anlagen der ZFI-Stammtische und Z-Freunde sowie die Angebote der Händler anzusehen.
Bevor es dazu kam, musste erst eine Lok zum Lok-Doc. Sie machte schlapp. Dank Micha Etz, dem Loc-Doc, wurde sie schnellsten kuriert und konnte später wieder ihre Runden auf der Anlage drehen.
Anschließend machte ich mich auf die Suche nach einem preußischen Personenwagen. Diese führte mich dann zu den niederländischen Händler Spoor-Z. Selbst hatte er ihn zwar nicht dabei, doch schaffte er es, ihn bei einem Kollegen für mich aufzutreiben.
Kurz bevor wir mit dem Abbau der Anlagen und der Verladung im Auto am Sonntag fertig waren, kam er mit dem Wagen zu mir. Mein absolutes Highlight des Tages!

Dieses Ausstellungswochenende war sehr informativ und bot mir Gelegenheit Erfahrungen als Ausstellerin zu sammeln. Ab und an wurde ich gefragt, ob ich nervös sei. Nein, Hektik vermeiden hatte ich mir vorgenommen und es hat auch geklappt.
Was sich nicht beeinflussen lies waren leider die Stromschwankungen. Diese machten öfter eine Regelung der Geschwindigkeit für die Züge an den Trafos notwendig, als ich gehofft hatte. Die kleinen Züge, welche alle analog gesteuert werden, fuhren deshalb auch manches Mal zu schnell bzw. brauchten einen leichten Stubs zum Weiterfahren.
Für einen ruhigen Rundgang und zum Fotografieren blieb mir allerdings kaum Zeit. Deshalb hoffe ich auf Bilder von den Z-Freunden, die als Besucher und Helfer während des Wochenendes ebenfalls in Altenbeken waren.
Trotz kleiner Schwierigkeiten hat es mir viel Spaß gemacht.

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