Mit Volldampf in die Krise oder wie schafft man Milliardenlöcher?

Am Cern läuft ein Projekt, dass den Urknall in der kreisförmigen Röhre nachstellen soll. Einige Leute sprechen davon, dass bei dem Versuch ein schwarzes Loch entstehen könnte, welches die Erde in sich verschlucken könnte.

Die Amerikaner, mit ihrer Idee der nur unter Börsenaufsicht, SEC, stehenden Investment-Banken mit ihren hochkomplexen Investitionspapieren und Hedgefonds, versuchen wohl ebenfalls ein ähnliches Experiment mit dem Motto: Wie verschafft man sich Geld auf sein Konto und weltweit Milliardenlöcher in Bilanzen von anderen Banken, Unternehmen, von privaten Anlegern oder Steuerzahlern.

Als Steilvorlage benutzt man dazu die Subprime-Krise (oder [faule] Kredite für bonitätsschwache Häuslebauer), welche sich im Frühjahr 2007 anbahnt. Zwischenzeitlich sind diese hypothekengesicherten Kredite in Anlagepapiere mit netten Namen gebündelt, mit super Bewertungen von Rating-Agenturen verpackt und mit lukrativen Zinsen versehen. Sie werden als erstklassige Anlagen an interessierte Anleger verkauft.

Bubble
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Der Verlauf von der Subprime-Krise 2007, und wer wie beteiligt ist, kann in dieser Jahreschronik nachgelesen werden.

Die sich ausweitende Finanzkrise im Jahr 2008 ist in dieser Chronik dokumentiert.

Bank
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Herausragend ist der „Schwarze Montag“, 15. September 2008, wo die Aktienkurse an den Börsen auf Talfahrt gehen. Lehman Brohters stellt an diesem Tag einen Antrag auf Gläubigerschutz in den USA, was in Deutschland einem Insolvenzverfahren ähnelt. Die BaFin stellt Lehman Brothers Deutschland unter ein Moratorium und erlässt ein Zahlungs- und Veräußerungsverbot. Pleite ist und bleibt Pleite. Jetzt ist für die Bank der deutsche Sicherungsfonds zur Deckung gefragt, weil sie dazu gehört. Hier noch weitere Infos zum Sicherungsfonds.
Was aber dem Ganzen zusätzlich Würze verlieh, ist eine Überweisung von der KfW an die Investmentbank Lehman Brothers in Höhe von 300 Millionen Euro, was das Volumen durch den Umrechnungskurs Dollar/Euro auf 350 Millionen Euro erhöht.

Damit ist ein Milliarden Dollar, Milliarden Euro, Milliarden Yen und Milliarden anderer Währungen – Tsunami rund um den Erdball los getreten. Die Regierung der USA versuchen mit einem Rettungspaket von 700 Milliarden Dollar das aufgerissene Loch zu stopfen.

Bleibt eigentlich immer noch die Frage, wie zukünftig so etwas vermieden werden kann. Kurz und knappe Antwort: Nicht nach jedem Luftballon greifen, der einem Anleger vorgehalten wird. Ballons tragen schon von ihrer Produktion her die Gefahr des Platzens, wenn sie zu dick befüllt werden.

Bang!
Bang!

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