Öko-Energie

Beim Hausbau den Einsatz von erneuerbaren Energien einzuplanen, war bislang die jeweilige freie Entscheidung des Häuslebauers.

Wie Medienberichten (NW-News bzw. Bild [nicht immer beste Quelle] 😉 ) zu entnehmen ist, gibt es Planungen für ein neues Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz mit einer Verpflichtung des Einsatzes von Öko-Energien.

Auch bei unserem Neubau, standen wir vor der Frage: Womit heizen wir?
Also wurden Informationen über die verschiedensten Möglichkeiten eingeholt.
Hier nun eine kurze Fassung meiner Infos über die Zusammenhänge:

Sieht man sich die Abhängigkeiten bei den fossilen Brennstoffen (Gas, Öl) näher an, liegt der Gedanke nahe, bei einem Neubau sich hiervon zu trennen. Doch nicht immer und überall, ist es sinnvoll bzw. kostenmäßig rechnet es sich nicht, viel Geld in Solar-, Photovoltaik-Anlagen, Geo-Thermie-Anlagen (Wärmepumpen) oder ein Block-Heizkraftwerk sowie Pellet- und Holz-Heizungen zu stecken.

Für Solar- und Photovoltaik-Anlagen sind u.a. die Grundstückslage sowie die Nord-Süd-Ausrichtung entscheidend. Auch die Dachneigung spielt mit hinein. Dann müssen auch noch die Bebauungspläne mit ihren Vorgaben beachtet werden. Keine einfache bürokratische Hürde, will man nicht 08-15 Architektur.

Für die Geo-thermischen Anlagen sind u.a. die Grundstücksgöße und sein Untergrund von Bedeutung. Dazu kommt noch für eine Wasser-Wärmepumpe, ob sich die Lage in einem Wasserschutzgebiet befindet oder nicht. Auch hier fließen Entscheidungen der örtlichen Kommunen mit ein. Schließlich bedarf so eine Anlage der Genehmigung. Bei einer Luft-Luft-Wärmepumpe muss man sich eventuell mit einem Ansaugkasten im Garten abfinden.
Als ich eine Luft-Luft-Wärmepumpe im Betrieb eines Ausstellungshauses wahrnehmen durfte war klar, so ein Ding wird es nicht geben. Um sich zu verstehen ist schon lauteres Sprechen erforderlich. Schwerhörigkeit kommt schon früh genug. 😉

Dann gibt es noch die kleinen, aber feinen Block-Heiz-Kraftwerke. Hier kann aus Gas oder Öl (auch Bio-Gas oder Bio-Öl ) neben der Wärme und Heißwasser auch Strom produziert werden.
Klingt gut, nur die kleinste Anlage war zu unserer Zeit für ein reines Einfamilienhaus zu groß.

Pellet- oder Holzheizungen (Kamin) sind überall ohne besondere Rücksichten auf Grundstückslage und Haus-Architektur planbar. Für uns kommen sie wegen des Befüllungs- und Reinigungsaufwandes nicht in Betracht. Ich will im hohen Alter kein Holz hacken und Asche aus der Anlage putzen! Zu bedenken ist auch der gesundheitliche Aspekt. Nicht jeder verträgt die Luft, wenn der Kachelofen oder Kamin wieder mit Holzscheiten bestückt werden muss.

Wie sich Bio-Gas und Bio-Öl unter die fossilen Stoffe mischen lässt, hängt demnach vom Versorger ab.
Wir haben zwar eine Solar-Anlage für die Warmwasser-Bereitung, heizen jedoch mit einer Gas-Brennwert-Anlage.

Zum Schluss noch einen kleinen Spruch:

Deutschland, schönstes Land, der Welt,
ein Häuslebauer das Bruttosozialprodukt mit erstellt,
doch was du schon immer konntest nicht lassen,
alles haarklein in Gesetze zu fassen.
Die Entscheidungsfreiheit des Investors in ein Kleid du zwängst
und wunderst dich, wenn er mit der Bürokratie behängt,
sein Vorhaben dann einstellt.
Deutschland, schönstes Land, der Welt.

Schreibe einen Kommentar