Alle Jahre wieder oder Every Year the same procedure?

Es ist schon erstaunlich mit welcher Regelmäßigkeit doch politische Diskussionen um gleiche Themen in der städtischen Politik auftauchen.

Schon vor einigen Jahren stand das Thema Kostenersparnis im Haushalt der Stadt Herford durch Abschaltung der nächtlichen Beleuchtung in den Außenbereichen Diebrock, Eickum und Elverdissen, Herringhausen und Laar auf dem Programm. Es betraf nur die 1969 eingemeindeten Bereiche. Seinerzeit hat man sich bei der Diskussion aus guten Gründen gegen solch eine Maßnahme entschieden.

Meines Erachtens hat sich an den Gründen für die Sicherheit im Straßenverkehr sowie der Abwehr von Einbrüchen bei Beleuchtung nichts geändert. Vielmehr haben in der letzten Zeit sogar die nächtlichen Einbrüche und Überfälle mit Betäubung der Betroffenen auf Campingplätzen und in Häuser laut den Fernsehnachrichten zugenommen. Sind die Straßenbeleuchtungen nicht an, kann kein Nachbar beim Blick aus dem Fenster widrige Gestalten sehen. Schließlich verfügt der Mensch nicht über Augen mit einer Sehschärfe von Katzen oder das Mondlicht ist immer so hell, um einen Nachbarn von anderen Personen zu unterscheiden.

Sicherheit geht hier meines Erachtens vor. Wie die Überfälle auf den Campingplätzen zeigen, werden gezielt sehr dunkle und schlecht ausgeleuchtete Bereiche von Kriminellen ausgesucht. Die Gefahr erkannt zu werden, nimmt mit der Zunahme der Dunkelheit ab. Soll mit der Verdunkelung der Außenbereiche auch noch die Kriminalität gefördert werden?
Wenn Geld im Rahmen der Terror-Bekämpfung ohne Rücksicht auf die öffentliche Haushalte zur Verfügung gestellt wird, dann sollten auch hier finanzielle Gründe für die Erhaltung der Sicherheit der Einwohner einer Stadt keine Rolle spielen.

Ein Menschenleben sollte der Gesellschaft noch etwas wert sein. Sei es auch nur die Stromkosten für die nächtliche Beleuchtung in den kleinen Seitenstraßen der Wohngebiete!
Schließlich tragen alle Einwohner der Stadt zu dem verfügbaren Haushaltsmitteln bei. Einwohner in den Außenbereichen sind keine Bürger „Zweiter Klasse“!

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